Franziska Schutzbach

bild_giessenIch bin freie Autorin, Publizistin und Forscherin (Geschlechterforschung und Soziologie, Dr. phil. des., Lehre an der Universität Basel und München), Speakerin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Weiter bin ich Mitglied der Gleichstellungskommission Basel-Stadt und veranstalte zwei Mal monatlich den Feministischen Salon in Zürich und Basel .

Meine Forschungsschwerpunkte sind Reproduktiven Gesundheit, Bevölkerungspolitik und Geschlecht, Antifeminismus und Anti-Gender-Mobilisierungen, Rechtspopulistische Kommunikationsstrategien.

Aktuelle Publikationen/Bücher:

Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick (2019)

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Eine spezifische rechtspopulistische Rhetorik macht rechte bis rechtsextreme Weltanschauungen derzeit wieder gesellschaftsfähig. Diese Rhetorik baut unter anderem darauf, die Grenzen zwischen Konservatismus und rechtsnationalistischen Positionen zu verwischen und extreme Positionen unkenntlich zu machen. Dadurch werden diese mit der bürgerlichen Mitte kompatibel. Teile dieser Mitte haben sich radikalisiert, ohne dass es «rechts» wirkte. Dieses Buch zeigt, wie Rechtspopulismus rhetorisch vorgeht, welche stilistischen, inhaltlichen und nicht zuletzt manipulativen Mittel benutzt werden.

 

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Politiken der Generativität. Reproduktive Gesundheit, Bevölkerung und Geschlecht. Das Beispiel der Weltgesundheitsorganisation (2020).

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Bevölkerungspolitik hat sich seit der UN-Bevölkerungs-Konferenz in Kairo 1994 grundlegend verändert. Geburtensteuernde Zwangsmaßnahmen wurden offiziell abgeschafft und selbstbestimmte Fortpflanzung auf die Grundlage von Menschenrechten gestellt. Allerdings sind auch die hier zugrunde liegenden Konzepte nicht frei von normativen Prämissen in Bezug auf Geschlecht, Sexualität, Ethnie und Gesundheit. Franziska Schutzbach stellt in ihrer Untersuchung – in deren Zentrum die Adaption der UN-Agenda im europäischen Kontext steht – heraus, dass die gegenwärtige Essenzialisierung der Generativität im Rahmen einer heteronormativen Zweigeschlechtlichkeit zentral für die Reproduktion der herrschenden Gesellschafts- und Geschlechterverhältnisse ist.

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„I will be different every time“. Schwarze Frauen in Biel. Femmes Noires à Bienne. Black Women in Biel. Hg: Fork Burke, Myriam Diarra und Franziska Schutzbach. Erscheint im Mai 2020 (verlag die brotsuppe).

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Dieses Buch erzählt ein Stück Schwarze Frauengeschichte in der Schweiz. Es macht Frauen mit ihren Stimmen, Biographien, Denkweisen, Perspektiven und Lebenswelten sichtbar, die in der Schweiz selten zur Kenntnis genommen werden. Frauen aus der afrikanischen Diaspora in Biel berichten über ihr Leben und ihre Erfahrungen. Das Buch erscheint in drei Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch).

 

 

Herzliche Einladung zur Vernissage am 5. Juni 2020 in Biel! Flyer:

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WICHTIG: 2017 war ich einer Hetzkampagne seitens rechter Medien in der Schweiz ausgesetzt. Informationen dazu sowie Klärungen über mediale Falschdarstellungen finden sich hier. Bitte berücksichtigen Sie auch, dass das Onlinelexikon Wikimannia, das ein Profil über mich führt, keine seriöse Seite ist, sondern ein von Antifeministen angelegtes Pranger-Lexikon, mit dem Frauen/Feministinnen im Internet diskreditiert werden.

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Aktuelle Termine: Vorträge, Lesungen, Podien.

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Arbeitsschwerpunkte

Themenfeld I: Reproduktive Gesundheit und Rechte, Bevölkerungspolitik, Politiken der Generativität, Demographisierung, Gesundheit, Gouvernementalität und Biopolitik, Geschlechtertheorien zu Generativität und Reproduktion.

Themenfeld II: Antifeminismus, Maskulismus, Anti-Gender-Mobilisierungen, Anti-Gleichstellung, Rechtspopulismus.

Themenfeld III: Geschlechternormen, Alltagssexismus (und deren Verbindungen mit Rassismus und anderen Dimensionen der Ungleichheit), Care/Sorgearbeit, Mutterschaft, feministische Ökonomietheorien.

Lehre

  • Wissenschaft und Geschlecht: Feministische Erkenntnistheorie
  • Weiblichkeitstheorien
  • Sexualisierte Gewalt, Sexismus, Macht und Geschlecht
  • Politiken der Generativität. Gesundheit, Bevölkerung, Geschlecht.
  • Reproduktive und sexuelle Gesundheit und Rechte
  • Einführung in die Geschlechterforschung
  • Biomacht, Gouvernementalität und die Regierung der Körper
  • Sex – Generativität – Leben. Geschlechtertheoretische Perspektiven auf biologische Fortpflanzung
  • Antifeminismus und Anti-Gender-Mobilisierung

Vorträge

„Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien und die Rolle von Antifeminismus“, Berlin, Amadeu-Antonio-Stiftung, 24.01.2019

„Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick“, Mittepolitics Basel, 18.12.2019

„Der Mutterkomplex. Zum Verhältnis von Feminismus und Mutterschaft“, feministischer Salon Basel, 28.10.2019.

„Who Cares? Zur Geschlechtergeschichte der Haus- und Sorgearbeit“, Ringvorlesung, Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW Windisch), 19.09.2018.

„Denkerinnen des 20. Jahrhunderts“, CAS angewandte Philosophie, Fachhochschule Nordwestschweiz Olten, Juni 2018.

„Sprache und Macht. Wie können Frauen in einer am ‚Männlichen‘ orientierten Gesellschaft eine eigene Stimme finden?“, Feministische Fakultät Winterthur, 15.09.2018

„Toxische Männlichkeiten: Zu denVerbindungen zwischen Pick-Up-Szene, Männerrechtsbewegung und rechten/reaktionären Politiken“, Technische Universität Berlin, 2.07.2018

„Regulierung der Generativität. Das Beispiel der Weltgesundheitsorganisation (WHO)“, Vortrag an der Tagung «Demografisches Wissen und neue Dimensionen der Bevölkerungspolitik», Juli 2017, Goethe-Universität Frankfurt

„Sexismus im Alltag“, Vortrag an der Fachtagung „Alltagsdiskriminierung“, Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung St. Gallen, November 2017

„Frauenfeindlichkeit warum?“, Vortrag an der Akademie Berlingen, März 2017

„Antifeminismus und Hatespeech“, Vortrag an der Vollversammlung von Femwiss, März 2017

„Alltagssexismus und Hatespeech“, Vortrag an der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, März 2017

„Über die Verschiebung vom Antifeminismus zum Antigenderismus“, gemeinsam mit Prof. Andrea Maihofer, 37. Kongress der deutschen Gesellschaft für Soziologie, Routinen der Krise, Krisen der Routinen. Universität Trier (D), 09.10.2014

„Globale Reproduktionspolitiken und die Rolle der Geburt“, Vortragsreihe „Copy Paste“, Biel/Bienne, 10. 06. 2014

„Bevölkerungspolitik und Menschenrechte“, Vortrag in der Reihe „Menschenrechte aktuell“, Institut für Soziologie, Universität Basel, 26.3.2014

„Postkoloniale Figurationen in Demographie- und Fertilitätsdiskursen“, Graduiertenkolleg Gender Studies, Universität Basel (CH), 12.11.2012

„Die Bioökonomie der Fortpflanzung“, Tagung der SGGF, Geschlecht im Kontext verschärfter ökonomischer Krisen, 7./8. 09. 2012

„Frauen in der Gesundheitsgesellschaft. Sexualität und Fortpflanzung: Zwischen Selbstbestimmung und Regulierung“, Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (CH), 28.06.2012

„Koloniale Genealogien von Bevölkerungspolitiken und Public Health“, Graduiertenkolleg Gender Studies, Universität Basel (CH), 14.11.2011

«La famille n’existe pas?» Re-Traditionalisierung und Auflösung von Familienstrukturen“, Fachtagung des Schulinspektorats Seeland RIS (CH), 28.10.2011

„Redundant Bodies“, International Confrence „Reframing Gender, Reframing Critique“, Universität Basel (CH), 18.09.2011

„Gender Studies: GeMachte Geschlechter“, Vortrag „Einführung in die Gesellschaftswissenschaften“, Universität Basel (CH), 10.05.2011

Publikationen

Neu erschienen 2018/19: Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick. Xanthippe Verlag: http://www.xanthippe.ch/buch-details/die-rhetorik-der-rechten.html

Gender as cultural code. How right-wing populism establishes itself with sexuality and gender issues (im Erscheinen).

Dominante Männlichkeit und reaktionäre Weltanschuungen in der Pick-Up-Artist-Szene. In: Feministische Studien 2018, S. 305-321.

„Gender raus!“ 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik Juli 2017

Der Heidi-Komplex. Gender, Feminismus und der Ekel vor der „Gleichmacherei“ In: PROKLA, Heft 185, 46. Jg. Nr. 4, Dezember, S- 583-598

Vom Antifeminismus zum ›Antigenderismus‹ – Eine zeitdiagnostische Betrachtung am Beispiel Schweiz. Gemeinsam mit Andrea Maihofer, in: Hark, Sabine; Villa, Paula (Hg.) (2015): (Anti-)Genderismus: Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Transcript.

„Der organisierte Hass der Antifeministen“, in genderstudies, Zeitschrift des interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG), Universität Bern (2015), S-5-8.

Bevölkerung, Krise, Nation. Koloniale Kontinuitäten in demographischen Fertilitätsdebatten, in: Hostettler, Karin; Vögele, Sophie (Hg.): Diesseits der imperialen Geschlechterordnung. (Post-)koloniale Reflexionen über den Westen. Transcript (im Erscheinen).

Vom Aussterben Europas. Eine kritische Einschätzung von Fortpflanzungsdiskursen in europäischen Gesundheitsprogrammen, in: GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft(2013) 5(1), S. 72-87.

Artikel und Essays, eine Auswahl:

Über Gleichstellungsnationalismus und Sexismus bei „den anderen“ in der WOZ

Gespräch über rechte Rhetorik in Die Standard

Jetzt die Utopie. Eine Hommage zum internationalen Frauenkampftag

Texte auf Geschichte der Gegenwart

„Mehr Wissen statt Brandstiftung“ In: WOZ, 16.08.2018

„Vom Mythis der erreichten Gleichstellung“ In: Aargauer Zeitung, 12.09.2018

„Jetzt erst recht. Wider die bequeme Weltuntergangslust.“ Analysen und Alternativen (2017). In: „Blätter“ 2/2017, S. 89-94.

„Der Mutter-Tochter-Komplex“, MAGAZIN 2015

„Wie aus ‚echten‘ Kerlen rechte Hetzer werden“, WOZ 2017

„Was Täter zum Lachen bringt“, über Klaus Theweleits neues Buch, Tages Woche 2015

„Gesellschaftliche Verhältnisse zu analysieren, ist nicht primär Elfenbeinturmbillard“, WOZ, 08. Dezember 2016

„Der Hass der Antifeministen“, Tageswoche, 19. Februar 2015

„Der Streit um die Deutungshoheit über die jugendliche Sexualität“, Tageswoche, 30. April 2014

„Affect Studies. Die Politik der Gefühle“, Tageswoche, 06. Februar 2014

„Ohnmacht der Gedanken“, NZZ, 30. Mai 2010

„Und ewig putzt die Frau“, Annabelle, 12/2009

„Germanys Next Top-Trottel“, NZZ, 25. Januar 2009

 

Weitere Texte und/oder Vorträge von mir finden sich zum Beispiel auf dem Blog „Beziehungsweise weiterdenken“, auf meiner Uni-Seite oder auf Academia.edu.